Das am 14. Dezember 2004 von Präsident Jacques Chirac eingeweihte Viadukt von Millau ist heute die höchste Brücke der Welt. Mit einer Fahrbahn, die sich 270 Meter über dem Tarn-Tal erhebt, und einem höchsten Pylon von 343 Metern – höher als der Eiffelturm – überspannt sie die Causses mit einer Eleganz, die selbst diejenigen immer wieder überrascht, die sie bereits auf Fotos gesehen haben.
Das von dem französischen Ingenieur Michel Virlogeux und dem britischen Architekten Norman Foster entworfene Viadukt ist das Ergebnis einer fünfjährigen Bauzeit, in der zeitweise bis zu 600 Arbeiter gleichzeitig im Einsatz waren. Es setzte dem berüchtigten Stau von Millau ein Ende, der jeden Sommer die N9 lahmlegte.
Dieser Reiseführer bietet Ihnen alles, was Sie brauchen, um Ihren Aufenthalt in der Region in vollen Zügen zu genießen.
Die Fahrt über die A75 über das Viadukt ist die einfachste – und wohl auch die eindrucksvollste – Möglichkeit, sich ein Bild von seiner wahren Größe zu machen. Die Überquerung dauert etwa zwei Minuten. An klaren Tagen bietet sich Ihnen ein atemberaubender Panoramablick über das Tarn-Tal und die umliegenden Causses. Die Maut beträgt für einen PKW etwa 10 Euro (die Preise variieren je nach Saison leicht).
Wenn Sie in Millau übernachten, lohnt sich ein Ausflug am frühen Morgen: Der Nebel, der manchmal im Tal liegt, sorgt für ein einzigartiges Schauspiel, als würde das Viadukt über den Wolken schweben.
A75 Mautgebühren (2025)
PKW (Klasse 1): ca. 10,00 € · Motorrad: ca. 5,20 € · Wohnmobil: ca. 14,50 €
Die Preise variieren leicht zwischen Sommer- und Wintersaison. Genaue Tarife auf cofiroute.fr.
Von zwei eigens eingerichteten Aussichtspunkten aus können Sie das Bauwerk vom Talboden aus betrachten:
Beide Aussichtspunkte sind das ganze Jahr über zugänglich. Von den Parkplätzen aus sind es auf markierten Wegen etwa 20 Minuten zu Fuß.
Von den beiden Aussichtspunkten hat man einen Blick von oben auf das gesamte Bauwerk, doch erst von unten wird einem die monumentale Größe des Viadukts wirklich bewusst. Wenn man vom Talboden aus sieht, wie sich die Pfeiler über einem erheben, bekommt man ein ganz anderes Gefühl dafür, was Zahlen allein nicht vermitteln können.
Wir empfehlen Ihnen wärmstens, die Straße zu nehmen, die unter dem Viadukt hindurch in Richtung des Dorfes Peyre führt – ein kurzer Umweg, der Ihre Perspektive völlig verändert. Dieses winzige mittelalterliche Dorf, das sich an die Felswand am Fuße des Bauwerks schmiegt, bietet eine der einzigartigsten Kulissen im gesamten Aveyron. Ein Erlebnis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
Dieses kostenlose Informationszentrum am Fuße des Viadukts auf der Seite von Millau erzählt die Geschichte des Baus, der gemeisterten technischen Herausforderungen und der atemberaubenden Zahlen hinter dem Projekt. Ein lohnenswerter Zwischenstopp, um zu verstehen, was man vor sich sieht – besonders wenn man mit Kindern unterwegs ist. Geöffnet von April bis Oktober, Eintritt frei.
In all den Jahren, die ich nun hier in Millau lebe, ist das Viadukt zu einem Teil unseres Alltags geworden. Und doch überrascht es mich immer wieder aufs Neue. Ich habe es im Nebel gesehen, bei Sonnenaufgang, im Winter unter einer Schneedecke und im Hochsommer, wenn das Licht von den Pylonen reflektiert wird. Hier sind einige meiner Lieblingsfotos – Blickwinkel, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind und die ich gerne mit unseren Gästen teile.
Fotos © Tita Ilkka · Hôtel des Causses · Alle Rechte vorbehalten
Unser Hotel liegt nur wenige Minuten vom Viadukt von Millau entfernt. Ideal, um die Sehenswürdigkeit ganz nach Ihrem eigenen Rhythmus zu erkunden – früh am Morgen, am Abend oder beides.
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