Die meisten Deutschen, die Millau kennen, haben die Stadt nie betreten. Sie sind auf der A75 gefahren, haben das Viadukt bewundert — und sind weitergefahren. Das ist schade: Millau ist eine der lebendigsten Kleinstädte des südlichen Frankreichs, umgeben von Landschaften, die zu den wildesten des Landes gehören. Wer bleibt, findet mehr, als er erwartet hat.
Die Stadt selbst: Lebendiger als erwartet
Millau hat rund 22.000 Einwohner und eine dichte, gut erhaltene Altstadt. Der mittelalterliche Belfry-Turm auf dem Place du Mandarous überragt die Fußgängerzone; in den Gassen darum herum mischen sich kleine Cafés, Käseläden und Handwerksbetriebe. Die Stadt ist nicht touristisch überfrachtet — sie lebt für ihre Bewohner, und das spürt man.
Zweimal pro Woche — mittwochs und freitags — verwandelt sich der Marktplatz in einen der besten Wochenmärkte der Region: frischer Ziegenkäse, Roquefort, Laguiole-Messer, Aveyron-Wurst, saisonales Gemüse. Freitagsmorgens ist der Betrieb besonders groß.
Outdoor: Millau als Sportmetropole des Südens
Was wenige wissen: Millau ist eine der bedeutendsten Trail-Running-Städte Frankreichs. Der 100 km de Millau findet traditionell am letzten Samstag im September statt; der Trail Millau Grands Causses mit dem legendären Ultra bringt jedes Jahr Tausende Läufer aus ganz Europa. Die Landschaft macht deutlich, warum: Schluchtenpfade, Kalksteinhochflächen, alte Hirtensteige.
Darüber hinaus: Paragliding vom Causse Noir, Klettern in den Tarn-Schluchten, Mountainbiking auf dem Larzac, Kanufahrten auf dem Tarn. Millau liegt an der Schnittstelle von vier verschiedenen Naturlandschaften — Tal, Schlucht, Hochplateau und Hügelland.
Rund 15 Minuten von Millau liegt Micropolis, eines der größten Insektenmuseen Frankreichs. Interaktive Ausstellungen, ein Schmetterlingsgarten und ein Bienenlehrpfad — ideal für Familien mit Kindern. Details: micropolis.biz.
Kulinarik: Zwischen Aveyron und dem Norden
Das Aveyron ist eine der stolzesten Küchen-Regionen Frankreichs: Roquefort, Jambon d'Aubrac, Truffade, Aligot. In Millau selbst findet man eine Auswahl an Restaurants, die lokale Produkte ernst nehmen — von der einfachen Brasserie bis zur kreativen Gastronomie.
Im Hôtel des Causses verbinden wir diese Aveyron-Produkte mit nordischen Rezepturen zu unserer Küche „La Chaleur Nordique": warm-geräucherter Lachs aus finnischer Tradition trifft auf Roquefort aus den Höhlen nebenan. Ein Konzept, das überrascht — und bleibt.
Geschichte: Eine Stadt der Handwerker
Millau war jahrhundertelang ein Zentrum der Handschuhherstellung. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden hier Glacé-Handschuhe aus Ziegenleder produziert und in ganz Europa verkauft. Die Gerberei-Tradition hat die Stadt geprägt; heute erinnert das Musée de Millau an diese Epoche, und einige Handwerksbetriebe produzieren noch immer nach traditionellen Methoden.
Der Fluss Tarn fließt direkt durch die Stadt — ein angenehmer Spazierweg entlang des Ufers verbindet die Innenstadt mit ruhigeren Vierteln und dem Blick auf das Viadukt von unten.
Millau als Basis für Ihre Aveyron-Entdeckung: Das Hôtel des Causses liegt im Stadtzentrum — zu Fuß zum Markt, wenige Minuten zu allen Ausflugspunkten.
Zimmer in Millau buchen →Häufige Fragen zu Millau
Was gibt es in Millau außer dem Viadukt zu sehen?
Millau bietet eine lebendige Altstadt mit mittelalterlichem Belfry-Turm, einen der besten Wochenmärkte der Region (Mi und Fr), das Micropolis Insektenmuseum, Zugang zu Gorges du Tarn und Larzac-Plateau, sowie Paragliding, Klettern, Mountainbiking und Trail Running.
Wann findet der Markt in Millau statt?
Der große Wochenmarkt in Millau findet mittwochs und freitags auf dem Place du Mandarous statt. Freitagsmorgens ist er besonders groß mit lokalen Produzenten, Käse, Gemüse, Kleidung und Souvenirs.
Ist Millau ein guter Ausgangspunkt für Outdoor-Aktivitäten?
Ja, außerordentlich gut. Millau liegt am Fuß des Causse Noir (Paragliding, Mountainbike), an der Schwelle zu den Gorges du Tarn (Kanu, Klettern, Wandern) und am Rand des Larzac-Plateaus. Alle wichtigen Aktivitätszonen sind innerhalb von 30 Minuten erreichbar.
Was ist Micropolis in Millau?
Micropolis ist ein Insektenmuseum bei Millau — eines der größten seiner Art in Frankreich. Ideal für Familien mit Kindern, mit interaktiven Ausstellungen über die Welt der Insekten, einem Schmetterlingsgarten und einem Bienenlehrpfad.
Wie lange sollte man in Millau bleiben?
Mindestens 3 Nächte, um die Stadt selbst und die wichtigsten Ausflugsziele zu erkunden. Für eine vollständige Aveyron-Runde mit Gorges du Tarn, Roquefort und Montpellier-le-Vieux empfehlen wir 5 Nächte.
Hat Millau einen Bahnhof?
Ja, Millau hat einen Bahnhof mit Verbindungen nach Montpellier und Clermont-Ferrand. Die Anbindung ist nicht sehr häufig — für Ausflüge in die Region ist ein Auto oder Mietwagen vor Ort empfehlenswert.