Das Aveyron gehört zu den landschaftlich reichsten Départements Frankreichs — und zu den am wenigsten überlaufenen. Fünf Tage reichen aus, um das Wesentliche zu sehen: den Viadukt, die Tarn-Schlucht, den seltsamen Felswald von Montpellier-le-Vieux, die Roquefort-Höhlen und das weitläufige Larzac-Plateau. Ein Auto vorausgesetzt — öffentliche Verkehrsmittel kommen hier an ihre Grenzen.
Millau liegt geografisch günstig: Gorges du Tarn (20 Min.), Roquefort (25 Min.), Montpellier-le-Vieux (30 Min.) und das Larzac (15 Min.) sind alle bequem als Tagesausflug erreichbar. Kein Umpacken, keine wechselnden Hotels — ideale Basis für eine Sternroute.
Tag für Tag: Die 5-Tage-Route
Tag 1
Ankunft, Millau-Stadtbummel und Viadukt-Erstblick
Ankunft in Millau, Zimmer beziehen und die Stadt erkunden: der Marktplatz mit dem alten Belfry-Turm, die Fußgängerzone, ein Kaffee in der Sonne. Am Nachmittag Fahrt zur Aussichtsplattform an der Aire du Viaduc bei Brocuéjouls (Ausfahrt 45 der A75, freier Zugang): der erste Blick auf das Viadukt von oben. Rückkehr nach Millau zum Abendessen.
Tag 2
Gorges du Tarn und das Dorf Peyre
Vormittags Abstecher nach Peyre (7 km via D41 über den Pont Lerouge): dieses kleine Felsendorf hängt förmlich in der Felswand über dem Tarn — eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Dann weiter auf die D809, dann D907 in die Gorges du Tarn. Mittagessen in La Malène oder Sainte-Énimie. Nachmittags traditionelle Kahnfahrten ab La Malène: rund 8 km flussabwärts durch enge Felspassagen, etwa eine Stunde. Rückkehr über die Schlucht bei Sonnenuntergang.
Tag 3
Montpellier-le-Vieux und Larzac-Plateau
Montpellier-le-Vieux: rund 20 km östlich von Millau liegt dieses bizarre Labyrinth aus Dolomitfelsen — natürlicher Ruinenwald aus verwitterten Kalksteinformationen. Markierte Wanderwege, Eintritt kostenpflichtig. Nachmittags Spazierfahrt über das Causse du Larzac: weitläufige Hochebene mit alten Templerburgen (Sainte-Eulalie-de-Cernon), Schafen und Weite, die an skandinavische Fjordlandschaften erinnert.
Tag 4
Roquefort-sur-Soulzon und Ablac-Tal
Roquefort liegt rund 25 km südwestlich von Millau. Das Dorf kauert buchstäblich unter einem Felsmassiv — in dessen natürlichen Höhlen der berühmte Blauschimmelkäse reift. Mehrere Höhlen verschiedener Hersteller bieten Führungen an; eine zu besuchen genügt (ca. 8,50 € Eintritt/Person, saisonal). Am Nachmittag schwimmen oder wandern im Dourdou-Tal — im Sommer angenehm kühl im Schatten der Schluchten.
Tag 5
Millau-Markt und Abreise
Mittwoch und Freitagmorgen findet in Millau einer der schönsten Märkte der Region statt: frische Produkte, lokaler Käse, Laguiole-Messer, Handschuhe. Dann noch ein letzter Blick auf den Viadukt — diesmal von unten, aus dem Parc de la Victoire. Abreise über die A75 nach Norden oder über Montpellier nach Süden.
Praktische Hinweise für die Planung
Beste Reisezeit: Mai/Juni und September. Die Schluchten sind im Juli/August heiß und an Wochenenden stark besucht. Frühling und früher Herbst bieten angenehmere Temperaturen und weniger Betrieb.
Entfernungen: Alle Ausflugsziele liegen zwischen 15 und 40 Minuten von Millau — kurze Fahrtzeiten, aber kurvige Straßen. Planen Sie mehr Zeit ein als das Navi anzeigt.
Unterkunft: Mit Millau als Basis brauchen Sie keine Nacht woanders. Ideal: ein zentral gelegenes Hotel mit Parkplatz, von dem aus Sie täglich aufbrechen und abends zurückkehren.
Das Hôtel des Causses liegt im Herzen von Millau — idealer Ausgangspunkt für alle fünf Tagesetappen. Private Parkplätze 150 m entfernt, reservierbar.
Zimmer für Ihre Rundreise buchen →Häufige Fragen zur Aveyron-Rundreise
Brauche ich für eine Aveyron-Rundreise unbedingt ein Auto?
Ja, ein Auto ist für diese Route unverzichtbar. Die Gorges du Tarn, das Causse du Larzac und Montpellier-le-Vieux sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht sinnvoll erreichbar. Millau selbst hat einen Bahnhof — ein Mietwagen vor Ort reicht.
Welcher Monat ist der beste für eine Aveyron-Rundreise?
Mai, Juni und September sind ideal: angenehme Temperaturen, wenig Betrieb, alle Attraktionen geöffnet. Juli und August sind heiß und an Wochenenden stark frequentiert — besonders in den Gorges du Tarn.
Wie viele Kilometer legt man bei dieser Rundreise zurück?
Die 5-Tage-Route ab Millau umfasst insgesamt rund 300 bis 350 Kilometer Fahrstrecke — im Schnitt 60 bis 70 Kilometer pro Tag. Die Kurvenstraßen durch die Schluchten erfordern Geduld, bieten aber beeindruckende Ausblicke.
Was kostet eine Aveyron-Rundreise für zwei Personen grob?
Bei 5 Nächten im Mittelklassehotel (ca. 80–100 €/Nacht), eigenem Auto und Frühstück inbegriffen rechnen Sie grob mit 600–900 € für zwei Personen — ohne Abendessen. Roquefort-Höhlen ca. 8,50 €/Person, Montpellier-le-Vieux hat Parkeintritt.
Ist die Route auch mit Kindern geeignet?
Ja, sehr gut. Montpellier-le-Vieux mit seinen Felstürmen begeistert Kinder, die Kahnfahrten auf dem Tarn sind erlebnisreich, und die Roquefort-Höhlen machen neugierig. Peyre und das Larzac sind ruhiger, aber landschaftlich schön.
Kann man die Route verlängern oder verkürzen?
Ja. Wer mehr Zeit hat, kann einen weiteren Tag für das Templerdorf Sainte-Eulalie-de-Cernon oder das Millau Jazz Festival einplanen. Für 3 Tage: Tag 1 Viadukt und Peyre, Tag 2 Gorges du Tarn, Tag 3 Montpellier-le-Vieux.